Der geistliche Impuls - von der leitenden Referentin Susanne Ploberger

Manche von Ihnen kennen sie noch gut, die „grünen Bände“ von Karl May mit den Geschichten aus dem Wilden Kurdistan oder der Suche nach dem Schatz im Silbersee. Kara Ben Nemsi, Hadschi Halef Omar und natürlich Winnetou und Old Shatterhand – sie waren die Helden von Generationen von Jugendlichen.     ......

 
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Heute kennen wohl die meisten Kinder diese Namen und Geschichten kaum noch.
 
Auch ich war damals fasziniert: Vor allem von einem: von Winnetou, dem edlen Häuptling der Apachen. Er prägte das Bild vom heldenhaften Indianer. Schnell war mir natürlich auch klar: Mit der Wirklichkeit der heute lebenden indigenen Völker hat das nicht viel zu tun. Viele Indianer leben heute in ärmlichsten Verhältnissen, ihrer Reservate beraubt und oftmals dem Alkohol verfallen.
 
Und doch gibt es Worte und Botschaften dieses Volkes, die nichts an Aktualität verloren haben, Apelle, die heute aktueller sind denn je.
Vor kurzem habe ich die erschreckende Nachricht gelesen, dass seit 1970, also in den letzten 56 Jahren, 68% aller Tiere und Pflanzen auf der Erde ausgerottet wurden. Es ist dramatisch und beschämend, wenn man sich das einmal vor Augen hält.
 
Zu Beginn habe ich Ihnen von den Indianern erzählt, von ihren starken Worten und ihrer Botschaft. Einer, der vielleicht ein wenig in Vergessenheit geraten ist, ist Häuptling Seattle. Geboren 1786 und Anführer zweier Stämme. Die amerikanische Stadt Seattle wurde nach ihm benannt. Eine Rede, die ihm zugeschrieben wird, wahrscheinlich aber nur im kleinsten Teil von ihm persönlich stammt, erlangte Weltberühmtheit. Sie ist heute so aktuell wie eh und je und berührt die Menschen noch immer:
 
 „Meine Worte sind wie die Sterne, sie gehen nicht unter.. Jeder Teil dieser Erde ist meinem Volk heilig, jede glitzernde Tannennadel, jeder sandige Strand, jeder Nebel in den dunklen Wäldern, jede Lichtung, jedes summende Insekt ist heilig in den Gedanken und Erfahrungen meines Volkes. (…)
 
Lehrt eure Kinder, was wir unsere Kinder lehrten: Die Erde ist unsere Mutter. Was die Erde befällt, befällt auch die Söhne der Erde. Wenn Menschen auf die Erde spucken, bespeien sie sich selbst. Denn das wissen wir - die Erde gehört nicht den Menschen, der Mensch gehört zur Erde. Alles ist miteinander verbunden…“
 
Bleiben Sie berührt!
 
Susanne Ploberger,
Leitende Referentin Kirchengemeinde Hegau