Hochzeit
Die Ehe gehört zu den sieben Sakramenten der katholischen Kirche. Sie ist ein heiliges Zeichen (von lat. sacrum signum: sacramentum), das die von Gott gesegnete Verbindung zwischen Mann und Frau darstellt.
Durch die kirchliche Hochzeit und das gemeinsame Leben als gleichberechtigte und sich gegenseitige unterstützende Ehepartner schließen Mann und Frau einen besonderen Bund der Liebe: „So sind sie nicht mehr zwei, sondern eins. Was aber Gott zusammengefügt hat, das darf der Mensch nicht trennen (Mt 19, 6).“ Die katholische Kirche glaubt: So wie Gottes Treue und Liebe zu uns Menschen niemals endet, so ist auch die Ehe zwischen Mann und Frau kein beliebiger und unverbindlicher Zusammenschluss, sondern als Liebesbund „unauflöslich“. Die Entscheidung der beiden Ehepartner füreinander beinhaltet deshalb die Bereitschaft zu einer lebenslangen Bindung.
Diesem Liebesbund über viele Jahre hinweg – in guten und in schlechten Zeiten, in Gesundheit und Krankheit – treu zu bleiben, kann manchmal eine Herausforderung sein. Wer kirchlich heiratet, holt sich auch deshalb Gott mit ins Boot. Mit ihm als dritten Partner im Bunde müssen die Ehepartner die große Liebe nicht nur voneinander erwarten, sondern können auf das Fundament ihrer Beziehung in Gottes Liebe vertrauen. So wird für das Ehepaar in Gott die Zusage wahr: „Die Liebe hört niemals auf“ (1 Kor 13, 8).
Das Ehesakrament spenden sich Mann und Frau im Traugottesdienst gegenseitig. Der Priester ruft den Segen Gottes auf das Paar herab. Darüber hinaus ist er nur Zeuge für das Versprechen, dass sich Mann und Frau geben. Bei der kirchlichen Trauung werden die Brautleute vom Priester gefragt, ob sie
- einander aus freiem Entschluss heiraten und einander ein Leben lang lieben und treu sein wollen,
- bereit sind für die Kinder, die Gott ihnen schenken will und sie christlich zu erziehen,
- bereit sind, als christliche Eheleute Mitverantwortung in der Kirche und in der Welt zu übernehmen.
Wenn Braut und Bräutigam auf all das ihr „Ja“ geben, segnet der Priester die Ringe. Die Eheleute tauschen die Ringe aus und versprechen sich gegenseitig: „Ich will dich lieben, achten und ehren alle Tage meines Lebens.“ Der Priester bestätigt die Vermählung und spendet den Segen.
Übrigens: Der Satz „Sie dürfen die Braut jetzt küssen“ kommt nur in Hollywoodfilmen vor und ist in der kirchlichen Trauung nicht vorgesehen. Küssen ist selbstverständlich trotzdem erlaubt.
Wie schön!
Rund um die Hochzeit gibt es bei Brautpaaren erfahrungsgemäß oft viel zu planen.
Ganz wichtig: Setzen Sie sich frühzeitig mit unserem Pfarrbüro in Verbindung, um den Termin abzuklären. Erst wenn der Hochzeitstermin mit dem Pfarrer in der Kirche feststeht, sollten Sie weitere Arrangements treffen (Feierlocation, Einladungskarten usw.).
Danach wird ein Vorbereitungsgespräch mit dem Pfarrer, der Sie trauen wird, vereinbart. Auch wenn Sie nicht an Ihrem Wohnort heiraten, muss dieses Gespräch mit dem Pfarrer Ihrer Wohnortpfarrei geführt werden. In dem Gespräch lernen Sie den Pfarrer kennen und füllen mit Ihm gemeinsam das sogenannte Ehevorbereitungsprotokoll aus. Außerdem ist hier natürlich die Gelegenheit, sich über Ihre Gestaltungswünsche für die Feier (Texte, Lieder und Musik) auszutauschen.
Das Ehevorbereitungsgespräch dient zunächst vor allen Dingen dazu, dass der Pfarrer und Sie sich persönlich kennen lernen. Ihre Hochzeit ist schließlich etwas ganz Besonderes und keine anonyme Veranstaltung.
Der Pfarrer wird dabei weder Ihr Glaubenswissen abfragen noch nachbohren, wann Sie das letzte Mal im Sonntagsgottesdienst waren. Warum Sie kirchlich heiraten wollen und wie Sie sich den Traugottesdienst wünschen, wird ihn vor allen Dingen interessieren. Umgekehrt besteht für Sie die Möglichkeit, Ihre Fragen und Wünsche für die kirchliche Trauung in aller Offenheit und im vertrauten Rahmen mit ihm zu besprechen.
Abschließend füllt der Pfarrer mit ihnen zusammen das Ehevorbereitungsprotokoll aus. Hier geht es u.a. auch um das Feststellen der notwendigen Voraussetzungen für die Ehe (freie Entscheidung für die Ehe ohne Zwang, Bereitschaft für eine lebenslängliche Verbindung, Offenheit für Kinder, keine bereits bestehende Ehe u.a.).
Setzen Sie sich zuerst mit dem Pfarrbüro ihres Wohnorts in Verbindung. Über den dort zuständigen Pfarrer erhalten Sie die Zustimmung, in Singen zu heiraten und vereinbaren mit ihm auch ein Gespräch für das Ehevorbereitungsgespräch. Danach melden Sie sich in unserem Pfarrbüro und machen mit dem Pfarrer, der Sie in Singen trauen wird, einen Termin für das Gespräch bezüglich der Gestaltung des Traugottesdienstes aus.
